Habichtswaldklinik Kassel Bad-Wilhelmshöhe - Klinik für Onkologie Psychosomatik Innere Medizin Tinnitus Ayurveda Klinik für Ganzheitliche Rehabilitation
Druckversion vom 09.02.2009
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Habichtswald-Klinik Kassel
Dr. med. Jutta Hübner, Chefärztin Onkologie
Bauchspeicheldrüsenkrebs - der Fachbegriff ist Pankreaskarzinom - bezeichnet den bösartigen Tumor der Bauchspeicheldrüse. Er kommt seltener vor als zum Beispiel Brust-, Dickdarm-, Lungen- oder Prostatakrebs, gehört aber nicht zu den ganz seltenen Tumoren. Bauchspeicheldrüsenkrebs kommt eher bei etwas älteren als bei ganz jungen Menschen vor.
Ursachen und Risikofaktoren
Zwei Risikofaktoren für die Entwicklung von Bauchspeicheldrüsenkrebs stehen im Vordergrund: das Rauchen und der Alkoholkonsum.
Auch über die Ernährung ist es möglich, das Risiko zu beeinflussen. Eine Ernährung mit einem hohen Gehalt an Obst und Gemüse, Ballaststoffen und Vitaminen ist als günstig anzusehen. Umgekehrt scheint eine fettreiche Ernährung, insbesondere eine Ernährung reich an tierischen Fetten, ungünstig zu sein.
Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass chronische Bauchspeicheldrüsenentzündungen teilweise auch mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Bauchspeicheldrüsenkrebs einhergehen.
In einigen Familien tritt Bauchspeicheldrüsenkrebs gehäuft auf. Zu diesen Erkrankungen gehören das MEN-1-Syndrom, die Von-Hippel-Lindau-Erkrankung und das hereditäre, nicht polypöse kolorektale Karzinom (HNPCC). Charakteristisch für diese Erkrankungen ist, dass in den Familien unterschiedliche Tumoren gehäuft und bei einigen Patienten auch mehrere Tumoren gleichzeitig oder zeitlich hintereinander auftreten. Die genetischen Veränderungen dieser Erkrankungen können nachgewiesen werden. Auch in Familien, bei denen gehäuft Brust- und Eierstockkrebs vorkommt (BRCA1 und 2) haben einige Familienmitglieder Bauchspeicheldrüsenkrebs.
In einigen Familien kommt Bauchspeicheldrüsenkrebs gehäuft vor ohne dass einer diesen genannten Erkrankungen vorliegt, trotzdem hat man ebenfalls die Vermutung einer genetischen Veränderung, die aber noch nicht nachgewiesen werden kann.
Symptome der Erkrankung
Bauchspeicheldrüsenkrebs kann sich über längere Zeit ohne Beschwerden entwickeln, so dass diese Erkrankung leider oft erst in fortgeschrittenen Stadien entdeckt wird.
Symptome treten erst auf, wenn durch das Krebswachstum die Funktion der Bauchspeicheldrüse beeinträchtigt wird oder andere Organe wie z. B. Magen, Zwölffingerdarm, Leber oder Bauchfell angegriffen werden. Beschwerden sind Übelkeit und Erbrechen, Appetitmangel, Verdauungsstörungen, Druckgefühl im Oberbauch oder ein Gewichtsverlust. Auch eine Gelbsucht kann sich entwickeln. Die meisten dieser Symptome sind uncharakteristisch und können auch bei anderen Erkrankungen auftreten, so dass oftmals nicht an ein Bauchspeicheldrüsenkarzinom gedacht wird.
Diagnostik
Zur Diagnostik gehören nach Erhebung der Vorgeschichte (Anamnese) die klinische Untersuchung, insbesondere der Tastbefund des Bauches, die Laboruntersuchungen mit Leber- und Bauchspeicheldrüsenwerten und den Tumormarkern CA 19-9, CEA und CA 72-4.
Meist schließt sich dann eine Ultraschalluntersuchung des Oberbauches und ein CT an. Noch diskutiert wird der Nachweis des Eiweißstoffes K-Ras im Stuhl, der von bösartigen Zellen mit dem Bauchspeicheldrüsensekret in den Darm gelangt.
Mit einer Magenspiegelung (Gastroduodenoskopie) wird untersucht, ob der Magen betroffen ist. Mit einer Endosonografie gelingt es, vom Magen aus die benachbarte Bauchspeicheldrüse mit Ultraschall zu untersuchen.
Zur Darstellung der Gallenwege und Bauchspeicheldrüsengänge erfolgt eine ERCP, eine Röntgenuntersuchung mit einem Gerät zur Spiegelung von Magen und Zwölffingerdarm, bei der Kontrastmittel in die Gallenwege und Bauchspeicheldrüsengänge gespritzt wird, um diese auf dem Röntgenschirm sichtbar zu machen.
Ist nach Abschluss dieser Untersuchungen die Diagnose nicht klar oder die Ausdehnung der Erkrankung nicht sicher zu bestimmen, so kann eine sog. Laparoskopie, also eine Bauchspiegelung, durchgeführt werden. Sie dient der Sicherung der Diagnose durch Gewinnung von Gewebe für eine feingewebliche Untersuchung (Histologie) und der Entscheidung, ob eine Operation möglich ist.
Tumorklassifizierung
Der Bauchspeicheldrüsenkrebs kann sich im Kopf, im Körper oder im Schwanz der Bauchspeicheldrüse entwickeln. Er wird eingeteilt nach dem sog. TNM-Stadium, hierbei steht T für Tumorgröße, N für Lymphknotenbefall und M für Metastasierung.
T0 kein Anhalt für Primärtumor
T1 Tumor begrenzt auf die Bauchspeicheldrüse
T2 Tumor breitet sich in Zwölffingerdarm, großen Gallengang oder das umgebende
Gewebe aus
T3 Tumor breitet sich in Magen, Milz, Dickdarm oder benachbarte große Gefäße aus
N0 kein Befall der regionären Lymphknoten
N1 Befall der regionären Lymphknoten
M0 kein Nachweis von Metastasen
M1 Metastasen in nicht regionären Lymphknoten oder anderen Organen
Aus der feingeweblichen Untersuchung wird außerdem noch das sog. Grading bestimmt, hier bedeutet
G1 gut differenzierte Tumoren
G2 mäßig differenzierte Tumoren
G3 schlecht differenzierte Tumoren
G4 undifferenzierte Tumoren
Dieses Grading gibt Hinweise auf das Wachstumsverhalten des Tumors, da differenzierte Tumoren in der Regel etwas langsamer und weniger aggressiv wachsen als schlecht oder entdifferenzierte Tumoren.
Therapie
In der Therapie des Bauchspeicheldrüsenkrebses werden Operation, Chemotherapie und Strahlentherapie eingesetzt. Darüber hinaus stellt für viele Patienten eine gute Schmerztherapie einen wesentlichen Faktor dar.
Im Vordergrund der Therapie steht zunächst der Versuch der Operation, der allerdings nur sinnvoll ist, wenn aus vorgeschalteten Untersuchungen oder zu Beginn der Operation mit einiger Sicherheit davon ausgegangen werden kann, dass der Tumor komplett entfernt werden kann. Fortgeschrittene Tumoren mit Einwachsen in lebenswichtige Nachbarorgane oder ausgedehnter Metastasierung werden in der Regel nicht operiert.
Für die Operation stehen verschiedene Techniken zur Verfügung, die bekannteste ist die Operation nach Whipple, wobei der Magen, Zwölffingerdarm und ein größerer Teil der Bauchspeicheldrüse entfernt werden. Dies ist hauptsächlich für Pankreaskopfkarzinome erforderlich.
Karzinome des Pankreaskörpers werden durch eine komplette Entfernung von Zwölffingerdarm und Pankreas sowie der Milz operiert. Liegt das Karzinom im Pankreasschwanz, so ist eine alleinige Entfernung ca. der Hälfte des Pankreas ausreichend.
Bei allen Operationen werden alle in der Umgebung befindlichen Lymphknoten entfernt und feingeweblich untersucht.
Bei inoperablen Tumoren kann in einzelnen Fällen eine Operation indiziert sein, um z. B. Beschwerden oder Folgeerscheinungen wie eine Gelbsucht zu lindern.
Nach operativ kompletter Entfernung des Pankreastumors ist nach heutigem Wissensstand eine Folgetherapie (sog. adjuvante Therapie) mit dem Chemotherapiemittel Gemcitabin sinnvoll.
An einigen operativen Zentren wird versucht, durch eine intraoperative Bestrahlung die Heilungsrate zu verbessern. Eine Bestrahlung des Oberbauches nach Operation hat sich nicht bewährt.
Zur palliativen Therapie des Pankreaskarzinoms, bei fortgeschrittenem Tumor oder Rezidiv eignen sich mehrere Chemotherapiemittel. Hierzu gehören Gemcitabin, 5-Fluorouracil und Mitomycin C. Am häufigsten wird Gemcitabin eingesetzt, da es bei guter Wirksamkeit auch eine sehr gute Verträglichkeit hat. Bisher sieht es nicht so aus, dass eine Kombinationschemotherapie besser ist als eine Monotherapie. Neu zugelassen wurde Erlotinib in der Kombination mit Gemcitabin. Erlotinib (Tarceva®) ist eine moderne Substanz, die Signalwege in der Tumorzelle hemmt. Statistisch verlängert Erlotinib das Überleben der Patienten im Durchschnitt um zwei Wochen. Allerdings gibt es sehr große Unterschiede, sodass für Patienten mit gutem Ansprechen ein großer Vorteil entstehen kann. Man kann überlegen, ob Erlotinib direkt von Anfang an eingesetzt wird oder erst wenn es zu einem erneuten Tumorwachstum kommt. Es wurde beobachtet, dass Patienten, die mit starken Nebenwirkungen an der Haut (akneähnlicher Hautausschlag) reagieren, sehr viel mehr profitieren.
Nachsorge
Eine Nachsorge und Nachbetreuung der Patienten nach Operation eines Pankreaskarzinoms ist wichtig. Sie konzentriert sich auf der einen Seite auf die Folgeerscheinungen der Therapie wie z. B. Ernährungsprobleme, auf der anderen Seite sucht sie nach später auftretenden Rezidiven und Metastasen, um diese evtl. frühzeitig zu behandeln. Zu den Untersuchungen in der Nachsorge gehören wiederum die Befragung des Patienten, die Ultraschalluntersuchung und ggf. CT oder MRT.
Folgen der Operation
Nach einer Entfernung von Bauchspeicheldrüsengewebe sowie bei ausgedehnteren Operationen mit Entfernung von Zwölffingerdarm und/oder Magen stehen Patienten häufig vor Problemen mit der Nahrungsaufnahme und Verdauung. Unterstützend wirken in dieser Situation eine ausführliche Ernährungsberatung (häufige kleine Mahlzeiten, Achten auf individuelle Verträglichkeit und Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln) sowie eine Einnahme von Verdauungsenzymen zu den Mahlzeiten. Hierbei ist zu beachten, dass die meisten Enzyme in Kapseln verpackt sind, die die Enzyme vor dem sauren Magensaft schützen sollen. Wurde der Magen bei der Operation entfernt, so kann es bei der Einnahme von Kapseln dazu kommen, dass die Enzyme nicht rechtzeitig mit dem Speisebrei freigesetzt werden. In diesen Fällen sollten die Enzyme in Granulatform eingenommen oder die Kapseln vor dem Schlucken geöffnet werden.
In der Bauchspeicheldrüse wird Insulin produziert, ein Hormon, das auf den Blutzuckerspiegel regulierend wirkt. Normalerweise wird Insulin ins Blut abgegeben, wenn nach einer Mahlzeit der Blutzuckerspiegel ansteigt. Wurden große Teile oder die gesamte Bauchspeicheldrüse entfernt, so tritt ein Insulinmangel auf. Diese Patienten sind somit zum Diabetiker geworden und müssen Insulin regelmäßig zu den Mahlzeiten spritzen.
Ernährung nach Operation an der Bauchspeicheldrüse
Viele Patienten haben bereits vor der Diagnose und dann um die Zeit der Operation herum stark an Gewicht abgenommen. Durch die sich entwickelnde Verdauungsstörung kann es zu einem weiteren Gewichtsverlust kommen. Viele Patienten sind stark geschwächt und leiden unter Appetitmangel. Kommen dann noch Schmerzen hinzu, wird die Situation für den Patienten immer schwieriger.
Eine ausführliche Ernährungsberatung durch den Arzt und durch geschulte Diätassistentinnen kann sehr hilfreich sein. Grundsätzlich gilt: alles ist erlaubt, was vertragen wird. Für den Patienten ist es jedoch sehr mühsam, für sich alleine herauszufinden, wo die Grenzen der Verträglichkeit sind. Aus diesem Grund bieten viele Diätassistentinnen ihren Patienten kleine Tabellen an, die günstige und weniger günstige Speisen unterscheiden. Einige allgemeine Ernährungstipps können für alle Patienten angegeben werden.
Hierzu gehören die Einnahme mehrerer kleiner Mahlzeiten pro Tag (6-8), die regelmäßige Einnahme von Medikamenten und Enzympräparaten (siehe oben).
Häufig ist insbesondere die Verdauung von Fett gestört. Fettarme Speisen werden besser vertragen, Fett ist aber auch ein wichtiger Kalorien- und Energieträger. Einige Patienten erreichen trotz Einnahme von Enzymen keine ausreichende Fettaufnahme mit der Nahrung. In diesen Fällen kann auf sog. mittelkettige Triglyceride ausgewichen werden, die auch ohne das in der Bauchspeicheldrüse gebildete Enzym Lipase aus dem Darm resorbiert werden. Nahrungsmittel mit diesen sog. MCT-Fetten sind in Drogerien und Apotheken erhältlich.
MCT-Fette eignen sich nicht für die Erhitzung und sollten deshalb erst nach dem Kochen zugesetzt werden.
Durch die gestörte Verdauung von Fetten ist auch die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen (A, D, E und K) beeinträchtigt. Den meisten Patienten wird deshalb 1 x monatlich eine entsprechende Spritze in den Muskel gegeben. Ähnliches gilt für das Vitamin B 12, das insbesondere nach ausgedehnteren Magenoperationen schlecht resorbiert wird. Hier muss im Einzelfall entschieden werden, ob eine Spritze erforderlich ist.
Rehabilitation von Patienten nach Bauchspeicheldrüsenkrebs in der Habichtswald-Klinik Kassel
Patienten, die mit der ersten Diagnose oder einer Rezidivdiagnose konfrontiert werden, können sich im Rahmen unserer second opinion eine zweite Meinung einholen.
Im Rahmen eines stationären Aufenthaltes können Chemotherapien begonnen oder fortgeführt werden. In ausgewählten Fällen ist in Kooperation die Durchführung einer Strahlentherapie möglich.
Anschlussheilbehandlung und Rehabilitation
Als Bestandteile einer ganzheitlichen Abteilung tragen alle unsere therapeutischen Angebote gemeinsam zu der Wiedererlangung der Einheit von Körper, Geist und Seele bei.
Patienten, die zu einer Anschlussheilbehandlung im Rahmen einer Rehabilitation zu uns kommen, erfahren eine intensive Begleitung der Therapie, die zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit und Lebensqualität führen soll.
Im Rahmen der Behandlung eines Patienten mit einem Bauspeicheldrüsenkrebs gibt es keine komplementäre Therapie, die die Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie ersetzen kann. Wir wissen aber, dass komplementäre Verfahren die Lebensqualität während und nach der schulmedizinischen Therapie erhöhen können. Unter komplementären Verfahren verstehen wir z. B. gezielt eingesetzte Nahrungsergänzungsmittel und die Pflanzenheilkunde. Darüber hinaus hat es sich die Naturheilkunde zum Ziel gesetzt, das unter der Krebserkrankung und der Schulmedizin leidende Immunsystem zu stärken und in seinem Kampf gegen die Krebserkrankung zu unterstützen.
Ganzheitliche Medizin bedeutet für den Krebspatienten eine Berücksichtigung aller Dimensionen des Lebens, also neben rein körperlichen Gesichtspunkten auch die geistigen und seelischen Aspekte.
Viele Therapieansätze aus der Ganzheitsmedizin zielen nicht direkt auf die Zerstörung des Tumors sondern auf die Stärkung der körpereigenen Kräfte und die die Förderung der Gesundung (Salutogenese).
Die Ernährung ist ein wesentlicher Bestandteil einer ganzheitlichen Therapie. Es gibt keine gezielte Krebsdiät, die den Tumor beseitigen könnte, aber durch eine gesunde Ernährung kann viel zur Stärkung des Körpers beigetragen werden. Dabei muss die Krankheitsgeschichte des Patienten berücksichtigt werden. Deshalb bieten wir verschiedene Formen einer vollwertigen Ernährung und Vitalkost (ausgewogenen Form der Makrobiotik) aber auch alle medizinisch erforderlichen Diäten an. Darüber hinaus können Patienten in unserem Haus die ayurvedische Ernährung kennen lernen.
Das Hauptproblem von Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs nach der Operation ist es, mit den veränderten Bedingungen oder Verdauung von Nahrungsmitteln zurecht zu kommen: Oft sind nur sehr kleine Mahlzeiten möglich, es kommt leicht zu Übelkeit, und die oft lange anhaltende Appetitlosigkeit erschwert zusätzlich eine Gewichtszunahme.
Unverträglichkeiten von Milchprodukten, fetten Speisen, Abneigung gegen Fleisch erschweren eine ausgewogene Ernährung. Wie bieten spezielle Kostformen mit häufigen kleinen Mahlzeiten an. Der Einsatz spezieller Kohlenhydrate zur Vermehrung der Energiezufuhr und von gut verträglichen Fetten (MCT-Fette) ist für viele unserer Patienten hilfreich und stellt eine wesentliche Information für zuhause da. Insgesamt erlernt jeder Patient unterstützt durch Arzt und Diätassistentin wie er sich selber zuhause beim Essen verhalten sollte. Soweit erforderlich, kommen ergänzende Ernährungen in Form von Nahrungskonzentraten („Astronautenkost“) oder in Form einer Ernährung über die Venen in Frage. Auch eine komplette Ernährung über die Venen ist in unserem Hause möglich.
Eine begleitende und wieder aufbauende psychologische Betreuung soll die Erfahrung der lebensbedrohlichen Erkrankung überwinden helfen und ein positives Gestalten der eigenen Zukunft ermöglichen. Speziell onkologisch erfahrene Psychotherapeuten begleiten unsere Patienten in Gruppentherapien und Einzeltherapien. Durch Einzeltherapien ist es möglich, nicht nur die unmittelbare Verarbeitung der Krebsdiagnose, sondern auch in der Lebensgeschichte der Patientin liegende Probleme zu thematisieren und gezielt zu bearbeiten.
Es gelingt so sogar für Patienten in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium, die Lebensqualität deutlich zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass durch diese Verbesserung der Lebensqualität auch die körpereigenen Abwehrkräfte gestärkt werden.
Wesentlich tragen die Mitarbeiter der Krankengymnastik und der Bäder- und Massageabteilung dazu bei, dass der Patient körperliches Wohlbefinden
wiedererlangt. Im Rahmen der Krankengymnastik, Sporttherapie und in der Massage- und Bäderabteilung werden verschiedene Therapieformen eingesetzt, um gezielt die körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern und wieder Zutrauen in den eigenen Körper zu finden und auch auf diesem Weg einen höhere Lebensqualität zu erreichen.
Bei der Diagnose Krebs taucht bei vielen Patienten die Frage nach dem Sinn auf. Hier bietet unsere Klinik einzigartige Möglichkeiten, auf freiwilliger Basis verschiedene Angebote zu nutzen, um sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Hierzu gehören vorbereitend Entspannungsverfahren und ein nicht konfessionell gebundenes spirituelles Angebot von Meditationen über Sakralen Tanz zum gemeinsamen Singen.
Wesentlich zur Wiedererlangung der eigenen Kräfte und Freude am eigenen Schaffen ist die freiwillige Teilnahme am kreativen Angebot.
Patienten, die mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen in unser Haus kommen, werden umfassend und vertrauensvoll über das für und wider jedes Behandlungsschrittes sorgfältig in Gespräch zwischen Arzt und Patient aufgeklärt.
Stand 26.08.08