„Second Opinion“ bedeutet zweite Meinung. In der Onkologie wird es
zunehmend akzeptiert und als vorteilhaft empfunden, wenn Patienten die
Möglichkeit zum Einholen einer zweiten Meinung über Behandlungskonzepte gegeben
wird.
Second Opinion ist keine Konkurrenz zu den Empfehlungen der Erstbehandler,
sondern soll den Patienten die Möglichkeit geben, mit einem zweiten nur beratend
tätigen Arzt, der die Behandlung nicht durchführen wird, das zunächst erstellte
Konzept zu überdenken und evtl. weitere Gedanken einzubringen, um so mehr
Sicherheit zu gewinnen.
Zunehmend wird die Einbeziehung des Patienten in die Therapieplanung nicht
nur als medizinisch ethisch zu forderndes „notwendiges Übel“, sondern als
wesentlicher Punkt in der Gestaltung einer erfolgreichen Therapie gesehen.
Die Habichtswald-Klinik versteht sich seit ihrer Gründung als eine Klinik,
die den Menschen ganzheitlich betrachtet.
Second Opinion als beratende zweite Meinung, die sich auf die individuelle
Lebens- und Krankheitsgeschichte des Patienten bezieht, ist in unserer Abteilung
von Anfang an ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit gewesen. Mit dem
Angebot der Second Opinion wenden wir uns an Patienten, die nicht die
Möglichkeit haben, mehrere Wochen in unserem Haus zu verbringen.
Wir verstehen uns nicht als Konkurrenten Ihrer Ärzte sondern als Sie und die
Kollegen unterstützende Berater, die gemäß unserem Klinikkonzept mit Ihnen die
vorbestehende schulmedizinische Empfehlung durchdenken und in ein ganzheitliches
Konzept unter Einbeziehung naturheilkundlich komplementärer Maßnahmen stellen.
Wann ist die Second Opinion geeignet?
- nach erster Diagnose
vor Therapiebeginn, wenn dieser einige Tage aufgeschoben werden kann
- nach Operationen, vor
Einleitung einer Chemotherapie oder Bestrahlung
- bei Fortschreiten der
Erkrankung oder bei Rezidiv (Rückfall) vor Einleitung einer neuen Therapie
- während der laufenden
Therapie, wenn ergänzende Fragen auftauchen
- nach Abschluss der
Therapie, wenn es um die Klärung unterstützender wiederaufbauender Maßnahmen
geht.
Gespräch in der Privatambulanz
Intensive ärztliche Beratung, die auf den von Ihnen vorab zugesandten
Befunden und dem bisherigen Krankheitsverlauf aufbaut, in einem Gespräch Ihre
Erwartungen und Fragestellungen klärt, die aktuelle evtl. vorliegenden
Beschwerden analysiert und die so erhobenen Informationen mit den Vorbefunden in
Zusammenhang bringt.
Wir versuchen, Ihre Fragen zu beantworten und Ihnen ein ganzheitliches
Konzept an die Hand zu geben, das Sie über die folgenden Behandlungen und/oder
bei der Wiedereingliederung nach der Therapie begleiten wird. Dabei legen wir
besonderen Wert darauf, mit Ihnen einen Leitfaden zu entwickeln, der für Sie und
die Weiterbehandelnden umsetzbar ist.
Sinnvoll ist es, dass Sie uns Ihre Unterlagen einige Tage vorher zukommen
lassen, damit wir uns auf das Gespräch vorbereiten können.
Sie erhalten einen zusammenfassenden Bericht über die besprochenen
Empfehlungen.
Sollten Sie eine weite Anreise haben, so können Sie in unserer Klinik
übernachten (Vollpension und abendlicher kostenloser Besuch der
Kurhessen-Therme). Wir vermitteln Ihnen auch gerne Unterkunftsadressen in
Kliniknähe.
Wer trägt die Kosten?
Trotz der Anerkennung als sinnvolle Maßnahme wird die Second Opinion nicht
von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Diese Patienten haben die
Möglichkeit, die Kosten selbst zu tragen oder sich mit Überweisung in der
Praxisambulanz vorzustellen. Die privaten Krankenkassen zahlen das
Beratungsgespräch ohne Einschränkungen.
Preise:
Gespräch in der Privatambulanz: Rechnung nach GOÄ
Übernachtung: 65,-€ mit Vollpension und kostenlosem Besuch der
Kurhessen-Therme pro Tag pro Person
Ansprechpartner und Anmeldung
Chefarztsekretariat Frau Dressler, Frau Kunold Tel.: 0561/3108-553
Praxisambulanz Frau Croll
Tel.:
0561/3102-217
Stand 27.06.07