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Innere Heilung kann geschehen, indem wir uns öffnen

Werner Wilhelm Wicker

Wenn wir energetisch nicht offen sind, sind wir nicht ausreichend an die Lebenskräfte der Natur angeschlossen. Die Lebenskraft ist wichtiger als essen und trinken. Wenn ein Mensch sich nicht mehr im Gefühl des Einsseins mit der ihn umgebenden Natur, sondern (ob bewusst oder unbewusst) im Gefühl des Getrenntseins mit ihr lebt, hat er sich ein großes Stück von der „Nabelschnur der ihn stützenden und stärkenden Naturkräfte“ abgeschnitten. Er ist dann nicht mehr in der Lage, seinen feinstofflichen Energiehaushalt aus der ihn umgebenden Natur zu decken, sondern lebt mehr oder weniger aus der eigenen Substanz.

„Im Gefühl des Getrenntseins“ geht auch das Vertrauen in die Natur – von der wir ein Teil sind – verloren. Wir geraten in eine Isolation und können von Ängsten befallen werden. Dies ist verständlich, da wir in einem solchen Zustand in der Tat allein und nur auf uns selbst angewiesen sind. Aus diesem Zustand des alleineins wieder in den Zustand des All-ein-seins zu kommen, ist eine der wichtigsten Aufgaben.

Wie hat einmal ein Heiliger gesagt:
“Dehne Dich aus und ziehe Dich nicht in Dein kleines Ich zusammen“.

Ausdehnung ist verbunden mit Vertrauen und Liebe, Güte, guten Gefühlen und einer Haltung der Toleranz und des Gebens. Jeder Heilungs- oder Linderungsprozess – sei es auf der körperlichen, seelischen oder geistigen Ebene eines Menschen – ist bio-energetisch begleitet von Öffnung und Ausdehnung. Ohne diese energetische Begleitung ist kein Linderungs- oder Heilungsvorgang möglich.

  • Hier werden Zusammenhänge zwischen Öffnung, Vertrauen, Ausdehnung, heilsamen Eigenschaften und möglichen heilenden Vorgängen sichtbar.
  • Hier wird die Basis erkennbar, auf der Heil einen Boden finden und Heilung geschehen kann.
  • Hier können wir die Zusammenhänge zwischen der Wirkungskette der Naturgesetze und ihre Wirksamkeit in Richtung Heil und Heilung einerseits und der Isolation von den Naturkräften, ihren Gesetzen und Gesetzmäßigkeiten und der Abkopplung von allem Lebendigen andererseits, erkennen.

Wenn wir uns vertrauensvoll öffnen und in den Schoß der Natur fallen lassen (keine Angst, wir fallen in kein Loch, die Natur trägt uns), werden uns unsere feineren Strukturen, unsere feineren Wahrnehmungsebenen und unser kognitives und universelles Gedächtnis wieder zugänglich werden.

Der Mensch als Teil des Ganzen

Wir sind eingebunden in das kosmische Geschehen und ein Teil von ihm. Die Ayurveda-Medizin lehrt uns, dass wir Menschen als Mikrokosmos aus den absolut gleichen Elementen zusammengesetzt sind, wie die uns umgebende Natur und der Makrokosmos.

Wir sind ein Teil der Natur, die uns hervorgebracht hat, nährt, Luft und Raum gibt.

Wie finden wir wieder aus dem Gefühl des Getrenntseins in das Gefühl des Einsseins zurück?

·         Indem wir Geist und Herz aufschließen für die Erkenntnis der Einheit mit dem Unendlichen.

  • Indem wir uns als Teil der Natur, die uns hervorgebracht hat, erkennen, erfahren und uns vertrauensvoll öffnen.
  • Indem wir lernen, dass wir in eine Welt der geistigen Gesetzmäßigkeiten eingebunden sind (die zugleich die Naturgesetze sind) und von diesen Gesetzen profitieren, wenn wir sie beachten und zu leiden haben, wenn wir sie nicht beachten.
  • Daher ist es sinnvoll, sich in die Wirkungskette dieser geistigen Gesetze zu begeben – die zugleich die göttlichen sind. Wir schwimmen dann mit dem Strom des großen Lebens und nicht gegen ihn.
  • Wir sollten auch versuchen zu erkennen, dass jegliche Materie in diesen geistigen Gesetzen unterliegt. Dass jegliche Materie der Vergänglichkeit unterliegt und die einzigste Wirklichkeit das Unvergängliche ist.
  • Jegliche Materie ist den Gesetzen von Polarität und Dualität unterworfen, so dass sich Gegensätzliches anzieht.
  • Außerhalb des materiellen Bereichs zieht Gleiches Gleiches an. D. h., ich ziehe die geistigen Energien (Gedankenkräfte) an, die ich denke und die Gefühlsenergien, die ich fühle.
  • Somit bin ich meines „Glückes Schmied“.
  • Gott hat dem Menschen den Verstand gegebenen, damit er ihn zu seinem Wohle, seiner geistigen/seelisch/körperlichen Gesundheit und zum Wohle anderer gebrauchen kann.
  • Aber er hat uns auch die Freiheit gegeben, zu bestimmen, was wir denken und fühlen, und wie wir mit dieser gottgegebenen Intelligenz umgehen.
  • Wie gehen wir mit dieser Freiheit um?
  • Hier wird deutlich, wo fundamentale Fehler gemacht werden können, aber auch ein entscheidender Weg zur Besserung erreicht werden kann.

In der sanften Onkologie versuchen wir, diese Gesetzmäßigkeiten über den Weg der Erkenntnis und die emotionale (gefühlsmäßige) Erfahrung zu vermitteln und zu einem bleibenden, d. h. jederzeit wieder abrufbaren Erlebnis zu machen.
Durch gute Gedanken und Gefühle können wir unsere Mitte zu einem energetischen Zentrum dieser guten und heilsamen Energien entwickeln.

Ein friedvoller Geist und ein Herz voller Liebe sind eine gute Voraussetzung, um den in uns schlummernden inneren Arzt und die heilenden Kräfte weiter zu entwickeln.

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Aktualisiert am 19.02.2009